Weser Kurier, Kinderzeitung, 20.09.2019

Die Mitmachausstellung „KlangTräume“: Mitmachen und gut zuhören

Eine Welt ohne Töne und Klänge gibt es nicht. Wir sind ständig von ihnen umgeben, auch wenn wir sie nicht bewusst wahrnehmen. Das verdeutlicht die neue Ausstellung „KlangTräume“ vom kek Kindermuseum in de Weserburg.

Wer den Raum mit den 14 Stationen betritt, wundert sich vielleicht darüber, wie ruhig es ist. Dabei soll es doch in der neuen Ausstellung des kek Kindermuseums um Geräusche gehen. Doch in diesem Raum der Weserburg funktioniert das Ausgestellte nur, wenn die Besucher aktiv werden und mitmachen. Ausprobieren, mitgestalten und verändern sind ausdrücklich erwünscht. Hier wird gehüpft, gefühlt und sogar mit Wasser gespielt. Dabei kommen verschiedene Alltagsgegenstände wie Gießkannen, Abflussrohre, Geigen, Frisbeescheiben, ein Stethoskop und vieles mehr zum Einsatz.

So lassen sich spielerisch die Eigenschaften von Klang erforschen und ausprobieren, zum Beispiel an der Röhrenorgel. Es ist erstaunlich, welche Töne du aus den unterschiedlich langen Rohren hörst. Sie schwingen in verschiedenen Frequenzen (Tonhöhe). Der Grund: Sie reagieren auf das Grundgeräusch der Umgebung und schwingen dabei mit. In der Fachsprache: sie resonieren. Es ist abhängig von ihrer Größe, auf welche Frequenz sie reagieren. Diese Station acht ganz einfach deutlich, wie sehr wir von Klang umgeben sind, auch wenn wir ihn nicht direkt hören. Oder du spielst die Röhrenorgel wie ein Instrument und schlägst mit einem Gummischlägel drauf. Ohne Schall gäbe es keine Geräusche. An einer mit Wasser gefüllten Klangschale kannst du Schallwellen sichtbar machen. An einem großen Gong hörst du diese nicht nur, sondern fühlst sie ebenso. Am Echorohr bekommst du eine Ahnung davon, wie schnell Schall ist. Ein Gefühl für unterschiedliche Tonhöhen vermittelt das Buddelschiff. Dort kannst du Flaschen unterschiedlich mit Wasser befüllen und lauschen, was passiert, wenn du sie anschlägst.

Auch die Bremer Stadtmusikanten dürfen in dieser Ausstellung musizieren. Der Soundkünstler Riccardo Castagnola beschert den vier Freunden einen klangvollen Auftritt (Foto unten), der bei jedem Besucher anders klingt und die Fantasie anregt.

Am Ende der 14 Stationen wartet ein Gästebuch, dass ebenfalls auf Klang und Hören ausgelegt ist. Statt in ein Buch zu schreiben, nehmen die Besucher ihre Nachricht in einem Audiogästebuch auf.

Was ist ein Klang?

Ein Klang setzt sich aus mehreren Tönen zusammen. Diese können hoch oder tief, schnell oder langsam, laut oder leise sein. Das sind drei von vier Merkmalen: Tonhöhe, Rhythmus und Lautstärke. Ein weiteres Merkmal ist die Klangfarbe. Damit ist zum Bespiel der Unterschied zwischen einer Frauen- und einer Männerstimme gemeint. Der Klang besteht aus Schallwellen. Das sind Schwingungen in der Luft.

Die Ausstellung

„KlangTräume“ ist noch bis zum 1. März 2020 in der Weserburg zu sehen. Sie ist geeignet für Kinder ab vier Jahren. Die Mitmach-Ausstellung ist für angemeldete Gruppen montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und für alle am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für alle Besucher 5 Euro. Bei gebuchten Führungen ist der Ausstellungsraum immer exklusiv nur für die Gruppe geöffnet. Weitere Informationen gibt es online unter www.kek-kindermuseum.de.

Aufgepasst

Wie klingt dein Esel? So heißt die Installation von Klang-künstler Riccardo Castagnola. In einer offenen Werkstatt nimmt er Kinder ab acht Jahren mit auf eine märchenhafte Klangreise. Angeregt durch das Märchen der Bremer Stadtmusikanten werden die Teilnehmer mit ungewöhnlichen Klängen das Abenteuer der tierischen Helden neu erzählen, bis es nur so kracht von Eselsgebell, Katzenkikeriki, Hundemiauen und Hahnenhufschlägen.

Wann? Sonntag, 29. September, 14.30 bis 16.30 Uhr.

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Telefon: 0177 6435489
E-Mail: presse@kek-kindermuseum.de